Nytår: Warum viele Vorsätze überhaupt nicht hygge sind

Der Jahreswechsel ist für einige Menschen nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern viel mehr: etwas Altes geht zu Ende, etwas Neues beginnt. Man kann einen Schlussstrich ziehen und die Chance des neuen Jahres beim Schopfe packen. Zeit für den Aufbruch und die gute Laune des Neuanfangs. Vielleicht liegt schon etwas Sehnsucht nach dem Frühling in der Luft, wenn wir uns entschließen, einen anderen Neuanfang zu wagen.

Es ist grundsätzlich nicht schlecht, wenn man sich verändern möchte und alte Marotten ablegen will. Manch einer träumt davon, in den kommenden Monaten ein paar Kilo an Gewicht zu verlieren, mit dem Rauchen aufzuhören oder mehr Sport zu machen. Auch wenn der Neujahrsvorsatz eine feine Tradition ist, ist er nicht besonders hygge.

Schließlich sind die Vorsätze in aller Regel mit Verzicht verbunden. Wir wollen auf den Nachschlag beim Essen verzichten, auf die Praline zum Filmabend oder zwingen uns am Sonntag, nicht auf der Couch zu liegen, sondern joggen zu gehen. Dabei geht es doch beim Hygge um Essen, Genuss, Bequemlichkeit und Dankbarkeit. Ausgerechnet jetzt, nachdem die hyggeligsten Tage des Jahres mit Weihnachten vorüber gegangen sind, zwingt man sich also zur Hygge-Nulldiät? Das kann doch nur nach hinten losgehen.

Lieber aufs Radikale verzichten

Sollen wir nun ganz darauf verzichten, uns zu zügeln? Das wäre nun wirklich quatsch. Auch bei mir sollen ein paar Pfunde runter. Aber werde ich wirklich glücklich, wenn ab sofort abends nur noch eine Scheibe Knäckebrot mit etwas fettarmen Frischkäse auf dem Teller liegt? Wahrscheinlich nicht. Deshalb sollten wir die Dinge langsam angehen. Auch wenn die Neujahrsvorsätze eine Menge Enthusiasmus mit sich bringen.

So gibt es zum Filmabend keine Pralinen mehr, sondern Mandarinen. Die schäle ich dann in Ruhe und genieße schon vor dem ersten Bissen den Duft des Obstes. Zum Einkaufen werde ich nun öfter zu Fuß gehen. Das ist ja auch irgendwie eine Entschleunigung im Sinne eines hyggeligen Lebens. Man muss nur die rechte Sichtweise finden. Ob am Ende tatsächlich ein paar Pfunde purzeln? Mal schauen. Die Dinge bewusster erleben zu wollen ist ja auch irgendwie ein guter Vorsatz. Also nehme ich mir gar nicht erst vor abzunehmen, sondern die Dinge einfach noch etwas bewusster anzupacken.

In diesem Sinne: godt nytår und alles Gute für 2019!

Wie haltet ihr es mit den Neujahrsvorsätzen? Schreibt es doch in die Kommentare.

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