Unbezahlte Markennennungen

Ich habe das so ein Latster, was du vielleicht sogar mit mir teilst. Es geht um Süßes und Knabbereien – beides probiere ich gern. Vor allem im Dänemark-Urlaub. Da der im Moment leider nicht möglich ist, habe ich einfach ein paar Leckereien nach Hause bestellt. Besonders gespannt war ich auf dänische Dill-Chips, da ich den Geschmack von Dill einfach liebe. Aber das erwähne ich später ganz sicher noch einmal. 😉 Hier also wieder eine kleine Verkostung und Inspiration für deinen nächsten Heißhunger-Einkauf.

Malaco Stjerner Karamel/Kola

Für Gummitiere muss ich in Gummitier-Stimmung sein. 😉 Anders als bei Schokolade, mag ich Weingummi nicht jeden Tag. Aber da war diese Tüte Stjerner, die ich wegen der Geschmackskombination von Karamell und Cola ziemlich spannend fand. Dabei habe ich glatt übersehen, dass die Marke Malaco auch gar nicht zu einem dänischen Unternehmen, sondern zum schwedischen Cloetta gehört. Deren Produkte gibt es aber auch in ganz Dänemark zu kaufen, sodass ich hier mal eine Ausnahme mache.

Geschmack: Wie ich leider feststellen musste, haben die Stjerner nicht viel mit Cola (oder Kola) zu tun. Hauptsächlich schmecken sie nach Karamell, was für mich schon eine Enttäuschung war. Schließlich hatte ich mich genau auf diese Geschmackskombination gefreut. Wenn überhaupt lässt sich nur ein ganz leichter Hauch von Cola erahnen. Der Karamell-Geschmack ist dagegen deutlich und nicht übermäßig intensiv.

Urteil: Auf skandinavischen Kindergeburtstagen sollen diese kleinen, süßen Stangen der Hit sein. Bei mir kommen sie leider nicht so gut an. Okay, die Tüte ist trotzdem leer geworden. Von der Konsistenz her sind die Stjerne glatter und nicht so klebrig, wie herkömmliche Gummitiere. Wer mag, kann die kleinen sternenförmigen Röhren auch als essbaren Trinkhalm verwenden.

KiMs Sour & Cream Dild Chips

Ich liebe Dill! In Soßen, Dressings und zum garnieren – wann immer das Kraut passt, kommt es mit auf den Teller. Neulich habe ich sogar Topfdill auf unserem Balkon ausgesät. Hoffen wir mal, dass er angeht. 🙂 Umso erstaunlicher, dass die Chips mit Dill-Geschmack bislang an mir vorbei gegangen sind. Doch neulich hat mir eine Leserin diese Knabberei empfohlen. Also habe ich eine dieser Tüten besorgt und habe sie mit einer riesengroßen Neugier geöffnet. Kann man überhaupt neugierig auf einen Geschmack sein? Auf jeden Fall!

Die “SOUR CREAM & DILD-Chips”, die ich da gekauft habe, sind von KiMs. Die Marke gehört zu Orkla, dem größten dänischen Snackhersteller mit Sitz in Søndersø auf der Insel Fyn. Das Logo kennst du sicherlich aus dem dänischen Chipsregal.

Geschmack: Ich hatte erst die Befürchtung, dass es den typischen “Cream and Onion”-Geschmack haben würde. Dabei sind gar keine Zwiebeln drin. Meine Sorge war allerdings völlig unbegründet. Der Dill dominierte ganz klar den Geschmack. Auf den geriffelten Chips sieht man sogar kleine Dillspitzen. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Sour Cream-Note.

Urteil: Lecker! Klar, die Chips sind halt knusprig. Ob jetzt geriffelt oder glatt ist mir eigentlich egal. Aber der Geschmack ist wirklich klasse. Wer Dill mag, wird diesen Snack lieben! Die landen garantiert im nächsten Urlaub in unserem Einkaufswagen.

SUNLOLLY/SUNQUICK Eis

Eis geht immer – ob im Sommer oder Winter, nach dem Mittag oder zum Filmabend. Obwohl ich das Sunlolly-Eis aus den dänischen Supermärkten schon lange kannte, habe ich es bis jetzt immer ignoriert. Dabei sind die kleinen Portionen äußerst praktisch. Wahrscheinlich habe ich das Eis zum selbst einfrieren mit dem länglichen Wassereis in Verbindung gebracht, was man aus Deutschland kennt. Aber damit hat Sunlolly, wie es in Dänemark heißt (in Deutschland wird das Eis auch als Sunquick angeboten), nicht viel zu tun.

Das Eis in der markanten, dreieckigen Verpackung wird seit 1979 von der dänischen Firma CO-RO mit Sitz in Frederikssund hergestellt. Zunächst wurde Eis in den Geschmacksrichtungen Traube, Orange und Ananas auf den Markt gebracht. Während die Produktion von Ananas inzwischen eingestellt wurde, sind eine Vielzahl anderer Sorten hinzugekommen. Neben vielen fruchtigen Geschmacksrichtungen gibt es seit ein paar Jahren die “Creamy”-Linie, in der das Sortiment um Milcheis erweitert wurde. Weil mich sowohl Frucht, als auch Creamy interessiert hat, habe ich meine Lieblingsgeschmäcker aus beiden Bereichen bestellt: Pfirsich und Kakao.

Warum steht aber nun “seit 1966” auf der Sunquick-Verpackung, wenn das Eis erst seit 1979 in Dänemark produziert wird? Ganz einfach: in den 1960ern haben die Brüder Petersen einen Orangensaft aus Saftkonzentrat entwickelt und auf den Markt gebracht. Erst später entwickelte sich daraus die Eisherstellung, die auch auf Saftkonzentrate zurückgriff.

Geschmack: Nachdem das Eis einen Tag lang im Gefrierfach lag, habe ich beide Sorten verkostet. Fangen wir mit dem fruchtigen Pfirsich an. Es schmeckt tatsächlich sehr fruchtig und nicht besonders künstlich. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät allerdings, dass für das Eis auch Aroma verwendet wird. Das gefällt mir nicht so gut. Allerdings lässt der Pfirsichgeschmack beim Eisschlecken nicht nach – das kennt man ja vom bereits angesprochenen, länglichen Wassereis, was es bei uns oft zu kaufen gibt. Ähnlich sieht es beim Kakao-Eis aus. Auch hier wird richtiger Kakao und echte Milch verarbeitet. Geschmacklich wird aber mit Schokoladenaroma nachgeholfen. Außerdem wird hier auch Palmöl eingesetzt. Wie beim fruchtigen Eis, lässt auch bei der Kakao-Variante der Geschmack nicht merklich nach.

Urteil: Schon allein die Form des Eises ist wirklich kultig, die Portionsgröße ist ideal. Es ist halt ein kleiner Eissnack. Geschmacklich konnten die von uns getesteten Sorten wirklich überzeugen. Pfirsich ist eine fruchtig kalte Erfrischung, Creamy Kakao etwas für Milchfreunde. Schade finde ich, dass überall mit Aromen nachgeholfen wird – andernfalls wäre der Geschmack wohl nicht so intensiv und würde schnell nachlassen. Trotzdem hat mich das Produkt überzeugt und wir werden wohl jetzt öfter Sunlolly im Gefrierfach haben.

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Wie schmecken uns beispielsweise Flæskesvær? Das erfährst du hier. Und wie schaut es mit den kleinen Spunk aus? Hier kannst du es lesen.