Podcast: 50 Jahre „Die Olsenbande fährt nach Jütland“

Dänemark für die Ohren – das gibt es immer am ersten Sonntag des Monats, wenn Chris mit einem Gast aus Dänemark schnackt. Hier findest du alle Folgen.

Egon, Benny und Kjeld sind Kult. Besser bekannt ist das Gauner-Trio auch als Olsenbande. 14 Filme lang versuchten die Drei immer wieder den großen Coup, der für Egon meist im Gefängnis endete. Nur einmal verschlug es die Olsenbande nach Jütland – und zwar an die dänische Nordseeküste. In einem alten Nazibunker wollten sie den Generalschatz heben.

„Die Olsenbande fährt nach Jütland“ feierte am 8. Oktober 1971 Premiere, also genau vor 50 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums habe ich mich mit Paul und Steffen vom deutschsprachigen Olsenbande-Fanclub auf Zeitreise begeben. Im Bunkermuseum Hanstholm haben wir Originaldrehplätze und die Sonderausstellung „Die Olsenbande in Jütland“ besucht.

Neue Ausstellung war eine Idee vom deutschen Olsenbande-Fanclub

Fans der Olsenbande erleben in der Ausstellung ein Wiedersehen mit vielen Elementen aus dem Film

Wer die Sonderausstellung zum Olsenbanden-Jubiläum ansehen will, der muss unter die Erde. Vom Hauptgebäude des Bunkermuseums Hanstholm geht es abwärts in einen grauen Betontunnel. Wer den alten Schienen folgt, auf denen früher Granaten und Raketen transportiert wurden, trifft schon nach ein paar Metern auf ein außergewöhnliches Schild. Ein dänisches Verkehrszeichen schwebt über den Köpfen der Besucher. Darauf ist die Silhouette der Olsenbande und das Wort Jylland abgebildet. Tritt man nun durch die geöffnete Stahltür, steht man plötzlich mittendrin im „Mythos Olsenbande“.

Steffen und Paul hatten die Idee für die Jubliäumsausstellung im Bunkermuseum. „Wir haben uns im letzten Jahr an das Museum gewandt mit der Idee, dass man es gebührend feiern muss, wenn ‚Die Olsenbande führt nach Jütland‘ 50 Jahre alt wird“, erklärt Steffen. Die bisherige Ausstellung zum Film wurde dafür erneuert und erheblich vergrößert. „Dieser dritte Film steht bei den Fans schon sehr weit oben und es ist der einzige Film, der in Jütland und nicht in Kopenhagen spielt“, erzählt Paul. Bis mindestens Ende 2023 soll die Sonderausstellung in Hanstholm zu sehen sein.

Auf dem Gelände des Bunkermuseums wurden extrem viele Szenen gedreht. Hanstholm war sozusagen Mittelpunkt der Handlung.

Steffen Paatz, Olsenbandenfanclub Deutschland

Requisiten, Drehorte und „echte“ Backsteine aus Styropor

Der Eingang in die Ausstellung führt durch den Laderaum eines alten Citroen-Transporters, in dem Yvonne, Børge und Kjeld die Fahrt nach Jütland verbracht haben. Filmfreunde werden viele der Requisiten sofort wieder erkennen. Auch wenn die meisten Gegenstände nicht aus dem Originalfilm stammen, wurden viele Requisiten liebevoll nachgebaut. Beispielsweise ein übergroßer Tresor von Franz Jäger Berlin, in dem der Schatz liegt – ein Geldkoffer und eine Kiste mit Goldbarren.

Originale gibt es hingegen im Ausstellungsbereich „Flucht durch die Mauer“. „Die Bande versucht ja, nachdem sie den Schatz gehoben hat, aus dem Bunker wieder herauszufahren. Am Ende schlägt Egon vor, den Weg durch eine zugemauerte Wand zu nehmen“, so Paul. „Das waren natürlich keine richtigen Steine, sondern bemalter Styropor.“ Als der Fanclub mit ein paar Mitgliedern vor ein paar Jahren die Drehorte besucht hat, fanden sie am Bunker zufällig noch ein paar Styroporsteine, die das Drehteam in den 1970er Jahren vergessen hat. Das wurde sogar polizeilich bestätigt. (Warum hörst du im Podcast. 😉 )

Der eigentliche Filmbunker ist ganz unauffällig

Olsenbanden-Fanclubgründer Paul und Chris bei der Aufzeichnung (Foto: Steffen Paatz)

Wer sich im Filmbunker umschauen möchte, der sollte sich auf dem weitläufigen Gelände des Museums umschauen. Im westlichsten der insgesamt vier Geschützbunker wurden die Szenen gedreht. Nimm dir lieber Gummistiefel und Taschenlampe mit, denn hier ist es dunkel und das Wasser steht teilweise ein paar Zentimeter hoch.

Chris, Steffen und Paul

„Wir stehen jetzt im Rondell in der Mitte des Bunkers. Hier ist der Durchgang, der zur Bunkerbahn führt und hier kam Egon raus und hat einen Ausgang entdeckt“, erzählt Steffen begeistert. „Egon lief dann so ein kleines Stück umher, blieb hier stehen und sah oben den Wachturm.“ Mal zeigt Steffen zur Wand an der sich Egon zu verstecken versuchte, mal zeigt er nach oben. Paul gesteht, dass die Entdeckung so eines Drehortes ein ganz besonderes Erlebnis ist, was zumindest ihm im Gedächtnis hängen geblieben ist.

Steffen und Paul haben eine Menge Geschichten über „Die Olsenbande fährt nach Jütland“ und die Filmreihe zu erzählen. Etwa warum in den Kopenhagener Studios noch einmal Bunker nachgebaut wurden. Begleite uns jetzt in klitly – Der kleine Dänemark-Podcast auf unserer kleinen Reise – entweder direkt hier oder überall wo es Podcasts gibt.

Ein Kommentar

  1. hallo Chris,
    dir ist es gelungen eine tolle Homepage zu machen. Macht Spass deine viele Posts zu lesen. Einfach weitermachen. Ich bin Gästeführerin in Grossraum Kopenhagen und Nordseeland und bediene im Jahr hunderten von Deutschen Gästen.

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