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Weite, hügelige Landschaften mit Ostsee-Panorama, Abenteuer für die ganze Familie und regionale Spezialitäten. Die Ostseeinsel Fünen ist als Märcheninsel bekannt und bietet die perfekte Ausgangslage für einen Urlaub ganz nach deinem Geschmack.
Tanke im Ferienhaus mit Blick auf die Wellen neue Kraft, plane eine Wanderung in die südfünischen Alpen, erlebe mit der ganzen Familie die Unterwasserwelt der Ostsee und entdecke den Geschmack der Insel mit regionalen Leckerbissen. In Fünen liegen Entspannung, Genuss und Abenteuer nie weit voneinander entfernt. Du bestimmst das Tempo selbst – auch auf dem Rad. Denn Fünen und die mehr als 50 kleinen Inseln rundherum lassen sich auch prima mit dem Rad erkunden.
In diesem Artikel habe ich dir meine liebsten Orte und Erlebnisse zusammengefasst, die du bei einem Urlaub auf Fünen nicht verpassen solltest.
- 1. Entdecke die Gassen von Odense – und iss ein Stück Brunsviger
- 2. Erlebe im Fjord & Bælt die fantastische Tierwelt der Ostsee
- 3. Genieße die Natur – von Fyns Hoved bis Helnæs
- 4. Lass dich in der Märchenwelt von H.C. Andersen verzaubern
- 5. Probiere die regionalen Spezialitäten von Fünen
- 6. Genieße das ruhige Inselflair in Ærøskøbing
- 7. Finde zu dir im Fynske Landsby
- Es gibt noch viel mehr auf Fünen und den Inseln zu entdecken
1. Entdecke die Gassen von Odense – und iss ein Stück Brunsviger

Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks und das pulsierende Zentrum von Fünen. Besonders hübsch sind die Gassen in der Altstadt. Kleine Häuser, Kopfsteinpflaster und hübsche Geschäfte laden zu einem entspannten Spaziergang ein. Besonders sehenswert finde ich die Paakestræde und die Nedergade. Dort findest du auch das urige Museumsgeschäft „Kramboden“ mit allerhand Klimbim, Antiquitäten und dem Charme, längst vergangener Zeiten.
Auf dem Weg durch die Altstadt solltest du dir bei einem Bäcker Brunsviger besorgen – ein Kuchen aus Hefeteig mit einer Schicht aus geschmolzener Butter mit braunem Zucker. Für die Bewohner Fünens gehört dieser Kuchen zur Identität der Insel – und er ist wirklich lecker. Bei gutem Wetter kannst du den Kuchen auch im Nahen Stadtpark Munke Mose genießen.

2. Erlebe im Fjord & Bælt die fantastische Tierwelt der Ostsee

Im Fjord & Bælt in Kerteminde erlebst du die faszinierende Unterwasserwelt der Ostsee und Fjorde. In der neuen Ausstellung kommst du nicht nur zahlreichen Tiere nahe, sondern erfährst auch mehr über die Erforschung ihrer Lebensräume und die Herausforderungen unserer Zeit für die Natur.
Besonders viel Spaß macht es, Otterdame Fie zu beobachten, wie sie durch ihr Gehege flitzt. Tipp: Mit etwas Glück kannst du am Sichtfenster ihres Beckens auch mit ihr Spielen. Sie folgt gern dem Finger der großen und kleinen Besucher. In den großen abgetrennten Hafenbecken leben Robben und Schweinswale. Darunter auch die wohl älteste Schweinswal-Dame der Welt Freja. Sie hat mehr als 30 Jahre auf dem Buckel oder der Finne. Mehrmals täglich werden die Robben und Schweinswale gefüttert und mit ihnen trainiert.

Im Inneren des Fjord & Bælt Museums kannst du dich an vielen Stellen selbst ausprobieren: Kannst du die Luft so lang wie die Meerestiere anhalten? Und wie hoch ist eigentlich der Wasserdruck tief in der Ostsee? Das macht echt Spaß! Und in einem großen, frei zugänglichen Becken ist es sogar möglich kleine Krebse und Seesterne zu berühren. Wer kann das schon von sich behaupten?
Ausflugsziel für die ganze Familie
Schloss Egeskov auf Fünen – Ein Tag wie aus einem dänischen Märchen
jetzt lesen →3. Genieße die Natur – von Fyns Hoved bis Helnæs

Wenn du Urlaub auf der Insel machst, begleitet sie dich die ganze Zeit über – die unfassbar schöne und abwechslungsreiche Natur von Fünen: Weite Felder, waldige Berge und atemberaubende Küsten. In den schönsten Landschaften und weit weg vom Trubel des Alltags kannst du auf Fünen Ruhe und Entspannung finden. Diese Orte fand ich besonders schön:
Fyns Hoved
Die Halbinsel im Norden Fünens ist wirklich einen Besuch wert. Sanft schwingen sich die Hügel auf, um auf der anderen Seite wieder steil in die Ostsee abzufallen. Auf den saftig grünen Wiesen weiden im Sommer die Schafe. Die Ruhe und die Weite dieser Landschaft sind einfach magisch. Auf der Ostsee lassen sich mit etwas Glück Schweinswale beobachten. Besonders schön ist es hier eine kleine Wanderung im Licht der untergehenden Sonne zu unternehmen.
Enebærodde

Die Landzunge Enebærodde ist einmalig schön. Das etwa 5,5 Kilometer lang gezogene Naturschutzgebiet trennt den Odense-Fjord von der Ostsee. Mache einen langen Spaziergang durch Heidekraut und die Wacholderbüsche, die diesem Gebiet ihren Namen gegeben haben. An der Spitze von Enebærodde erwartet dich der romantische Leuchtturm – für mich das Highlight dieser Wanderung.
Helnæs
Ehrlich gesagt habe ich hierhin nur einen kleinen Abstecher mit dem Auto gemacht, bin nicht einmal ausgestiegen und war trotzdem wahnsinnig verzaubert. Das liegt an dieser wundervollen Küstenstraße, die die Halbinsel Helnæs mit Fünen verbindet. Auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen Seite die weite Helnæs-Bucht. Was für ein Naturschauspiel. Hier kannst du übrigens auch oft Kitesurfer beobachten, die sich vom Wind in die Höhe peitschen lassen.

Südfünische Alpen
Im Süden von Fünen liegen die südfünischen Alpen – eine doch erstaunlich hügelige Landschaft mit Erhebungen von bis zu 126 Metern. Eine tolle Wanderstrecke führt direkt von Faaborg aus in die Svanninge Bakker. An Felder vorbei in den Wald hinein – immer weiter nach oben, bis du vom Lerbjerg aus eine fantastische Aussicht über die Inseln der dänischen Südsee hast.
4. Lass dich in der Märchenwelt von H.C. Andersen verzaubern

Wusstest du, dass du die Erbse kennen lernen kannst? Also, die Erbse aus dem weltberühmten Märchen von der Prinzessin auf der Erbse. Sie liegt, natürlich gut gebettet, im H.C. Andersens Hus in Odense. Überhaupt: Wer auf Fünen ist, kommt um den berühmtesten Sohn der Insel nicht herum. Den dänischen Märchenschreiber und Dichter H.C. Andersen.
Am besten lässt sich die märchenhafte und oft auch sehr melancholische Welt von Andersen im Museum in Odense erleben. Die Ausstellung führt interaktiv durch die Lebenswege des Dichters, der sich auch als ziemlich vielseitiger Künstler entpuppt. Wusstest du etwa, das Andersen das typisch dänische, weihnachtliche Papierherz erfunden hat? Im Untergeschoss des H.C. Andersens Hus wird es dann besonders magisch: Hier kannst du selbst in die Märchen eintauchen. In kreativen und interaktiven Szenen kannst du etwa des Kaisers neuen Kleider anprobieren. Das mach viel Spaß – nicht nur den Kleinen!
Übrigens ist das Museum direkt mit dem Elternhaus von Andersen verbunden – jene Räume in denen der Dichter im Jahr 1805 geboren wurde.
5. Probiere die regionalen Spezialitäten von Fünen
Der Garten oder die Speisekammer Dänemarks – so wird Fünen gern bezeichnet. Das liegt an den fruchtbaren Böden, die es zwischen kleinem und großen Belt gibt. Eine echte Spezialität habe ich dir ja schon vorgestellt: Den Brunsviger-Kuchen. Zwei weitere Leckereien möchte ich dir noch ans Herz legen:
Der Rygeost von Tarup’s Gamle Mejeri

Rygeost trägt es zwar nicht im Namen, aber er kommt ausschließlich von der dänischen Ostseeinsel Fünen. Der Frischkäse wird aus regionaler Milch hergestellt und kurz über glimmendem Stroh geräuchert. Dadurch wird seine leicht säuerliche Frische durch ein feines Raucharoma ergänzt. Für die Fynbo, die Bewohner der Insel, gehört der Rygeost im Sommer dazu, schmeckt aber auch super im Winter.
Hol dir im Werksverkauf von Tarup’s Gamle Mejeri deinen Rygeost und probiere ihn mit frischem Schnittlauch und Radieschen auf Roggenbrot. Es ist so lecker! Den Käse von Tarup’s gibt es übrigens in vielen dänischen Supermärkten auch als Røgeost – ein älterer Name für das gleiche Produkt.
Der Æggekage von Carlslund

Als ich nach Fünen gefahren bin, hat mir ein Bekannter von der Westküste geraten: Du musst ins Restaurant Carlsund fahren und dort den Æggekage essen. Ein Omelette? Ja, ein Omelette. Und was für eines. Das Ei ist so locker leicht wie eine Wolke. Knusprig gebratener Speck und Schweineschwarte sorgen für die Würze. Serviert wird der Æggekage mit Roggenbrot, scharfem Senf und roter Bete.
Ich muss es noch einmal betonten: Ich wusste vorher nicht, dass ein Omelette so magisch sein kann. Außerdem ist es ein typisches Gericht auf dem dänischen Mittagstisch und schon deshalb einen Versuch wert. Und wenn du in der Karte liest, dass der Æggekage im Restaurant Carlslund „ad libitum“ serviert wird, heißt das: Du bekommst einen Nachschlag, wenn du das Omelette allein aufgegessen hast.
6. Genieße das ruhige Inselflair in Ærøskøbing

Das südfünische Inselmeer ist ein ganz besonderer Fleck Dänemark: 55 größere und kleinere Inseln – entstanden in der letzten Eiszeit – liegen südlich von Fünen in der Ostsee. Manche dieser Inseln sind weitestgehend unbewohnt, auf anderen geht man etwas intensiver dem hyggeligen Inselleben nach. Eine ganz besondere Atmosphäre, die du erlebt haben solltest.
Ich habe einen Ausflug nach Ærø unternommen. Wenn du mit der Fähre von Faaborg anreist, bekommst du auf der gut 75-minütigen Fahrt einen Eindruck vom Inselmeer. Aus der Ferne siehst du Skarø, Hjortø und Drejø. Das lädt zum Träumen ein. Genauso wie Ærøskøbing, wo du mit der Fähre auf Ærø anlegst. Die Kaufmanns- und Seefahrerstadt hat wunderschöne Straßen und Gassen. Kopfsteinpflaster, kleine, bunte Häuser an denen die Rosen ranken.
Kleine Cafés und Geschäfte warten darauf besucht zu werden, über den Jachthafen gelangt man zu den ikonischen und kunterbunten Badehäuschen am Vesterstrand. Hier kannst du tief durchatmen und dich einfach treiben lassen. Kommst du mit dem Fahrrad auf die Insel hast du noch mehr Möglichkeiten: In einer knappen halben Stunde erreichst du beispielsweise das Steilufer Voderup Klint mit einer fantastischen Aussicht auf das Meer.
7. Finde zu dir im Fynske Landsby

Ein Freilichtmuseum über die fünischen Dörfer des 18. und 19. Jahrhunderts. Ist das nicht langweilig? Nein, ganz und gar nicht. Es ist der perfekte Spot um mal auf andere Gedanken zu kommen. Vom kleinen Dorfkrankenhaus über die Windmühle bis hin zum großen Pfarrhof – die 25 Gebäude liegen idyllisch auf dem gesamten Museumsgelände. Sie stammen alle von Fünen sowie den umliegenden Inseln und wurden hier wieder aufgebaut.
Das Besondere am Fynske Landsby ist, dass alle Häuser möglichst originalgetreu eingerichtet sind. Im Landarbeiterhaus liegt noch die Tageszeitung von 1869 auf dem Tisch, im rot gestrichenen Pfarrhof steht eine angefangene Partie auf dem Schachbrett in der Stube. Als ich über das Gelände und durch die alle frei zugänglichen Gebäude spaziert bin, habe ich mich ständig in die frühere Zeit zurückversetzt gefühlt. Wie es sich hier wohl gelebt hat? Wer konnte sich eine richtige Badewanne leisten und wer musste in einem Bett schlafen, was hinter Türen in der Wand versteckt war?
Und genau das ist unglaublich entschleunigend. Ich habe gemerkt, wie die Ruhe dieses Ortes auf mich gewirkt hat. Vielleicht lag es daran, dass kein WLAN-Router an der Wand hing, ja nicht mal ein Radio in der Küche stand. Das Leben war damals sicher nicht einfacher, aber in gewisser Art und Weise ruhiger. Und diese Erkenntnis tut ab und an auch ganz gut.

Es gibt noch viel mehr auf Fünen und den Inseln zu entdecken
Natürlich hat Fünen noch viel mehr zu bieten. Ich könnte dir jetzt noch empfehlen, bei Storms Pakhus in Odense etwas essen zu gehen, einen Troll des dänischen Künstlers Thomas Dambo zu suchen und den H.C. Andersen Wald vor den Toren Odenses zu besuchen. Auch Ladby, Dänemarks einziges Schiffsgrab aus der Wikingerzeit ist einen Besuch wert. Mit den Tipps in diesem Artikel findest du aber schon einmal einen Anfang für deine Reise nach Fünen. Ich hoffe ich konnte dir schon etwas Urlaubslust machen.
Und wenn du noch mehr Inspiration brauchst, findest du viele Tipps von Urlaubern auf dieser Karte:
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