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MobilePay in Dänemark: Können Deutsche es nutzen?

Wer in Dänemark unterwegs ist stellt schnell fest, dass Bargeld ein Auslaufmodell für die Menschen dort ist. In Supermärkten ist die Kartenzahlung der Regelfall geworden. Wer bar zahlen möchte, muss sich an Kassen anstellen, an denen das möglich ist. An der Tankstelle wird beinahe ausschließlich mit Dankort oder Kreditkarte bezahlt und ziemlich häufig sieht man auch eine achtstellige Nummer mit dem Zusatz MobilePay.

Doch was ist das eigentlich für ein Service und kannst du ihn auch nutzen?

MobilePay – bezahlen auf Dänisch

Dass die Dänen ziemlich digital unterwegs sind, ist den meisten sicherlich bekannt. Deshalb verwundert es kaum, wenn sie auch ihre Einkäufe und Eintrittsgelder – oder sogar Geld an Freunde am liebsten digital bezahlen. Das alles funktioniert mit der App MobilePay, die im Jahr 2013 von der Danske Bank entwickelt wurde. Vergleichbar ist das System am ehesten mit dem in Deutschland eher gebräuchlichen PayPal.

In der MobilePay-App wird die Handynummer mit einer dänischen Bankverbindung oder Kreditkarte verknüpft. Für die Anmeldung benötigen Nutzer ihre CPR-Nummer – eine persönliche Registrierungsnummer, die jeder dänische Bürger oder Bürgerin besitzen. CPR ist die Abkürzung für das dänische zentrale Personenregister.

Geld auf die Handynummer schicken

Will jemand Geld mit MobilePay verschicken, dann muss man nur die Handynummer des Empfängers eingeben, die im System registriert ist. Das Geld wird dann automatisch vom Bankkonto des Senders auf das Konto des Empfängers überwiesen. Diese Bezahl-Funktion ist in Dänemark wirklich weit verbreitet. Damit lassen sich:

  • Geld senden und empfangen
  • in Geschäften und bei Unternehmen bezahlen (auch online)
  • Ausgaben teilen oder Geld einsammeln (etwa mit Freunden im Restaurant)
  • Geldgeschenke versenden oder empfangen

Dadurch, dass die Handynummer direkt mit dem MobilePay-System verknüpft ist, siehst du sie auch überall – in Geschäften, bei kleinen Verkaufsständen am Straßenrand oder im Café. Du kannst den Eintritt am abgelegenen Leuchtturm damit zahlen oder das Gebäck in der Museumsstadt Den Gamle By.

MobilePay ist im Jahr 2022 mit der norwegischen Bezahlapp Tipps fusioniert und gehört seitdem den norwegischen Banken und der Danske Bank. MobilePay nutzen in Dänemark mehr als 4,5 Millionen Menschen. Es ist auch in Grönland (nicht auf den Färöern) und in Finnland verfügbar.

Kann ich als deutscher Tourist MobilePay nutzen?

Nein, es ist leider nicht möglich MobilePay als deutscher Tourist zu nutzen. Das liegt daran, dass die App verschiedene Daten benötigt, die nur dänische Bürger besitzen. Dabei geht es hauptsächlich um die CPR-Nummer aus dem zentralen dänischen Personenregister. Außerdem können bei MobilePay nur dänische Bankkonten verknüpft werden und es wird eine dänische Handynummer benötigt.

„Es ist nicht geplant, MobilePay in naher Zukunft für Touristen verfügbar zu machen“, schreibt Mads Allingstrup, Sprecher von Vipps MobilePay auf Nachfrage. Eine Ausnahme bilden Touristen aus Norwegen, Finnland und Schweden.

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Würdest du gern mit MobilePay bezahlen können? Hattest du vielleicht schon einmal Probleme, weil nur MobilePay angeboten wurde? Schreib es mir in die Kommentare.

Chris

Wind in den Haaren, ein Softice in der Hand und die Gischt im Gesicht, glücklicher kann ich kaum sein. Deshalb blogge ich hier auch über meine Leidenschaft - über Dänemark. Kultur, dänische Gerichte, Urlaubstipps und viel mehr findest du auf diesem kleinen Stück Dänemark im Internet. Außerdem begrüße ich in meinen Podcasts regelmäßig Menschen und schnacke mit ihnen über das Königreich. Ich hoffe, dass dich klitly genauso glücklich macht, wie mich.

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Ein Gedanke zu “MobilePay in Dänemark: Können Deutsche es nutzen?

  1. Ich fahre seit Ewigkeiten nach Dänemark und erinnere mich noch die an Zeiten, als man überlegte, ob es wohl besser sei, sich schon in Deutschland „danske kroner“ zu beschaffen oder lieber in Dänemark?

    Inzwischen spielt das Bargeldthema für mich (74) überhaupt keine Rolle mehr, und ich zahle alles mit meiner „Bank Norwegian Kort“, für deren Umsätze keinerlei (Wechselkurs-)Gebühren fällig werden.

    Dass wir als Nichtdänen nicht am „MobilePay“ teilnehmen können, finde ich extrem schade, entgehen uns dadurch doch am Straßenrand zahlreiche Gelegenheiten zum zugreifen.

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