Die Dänen lieben ihr Land und ihr Geld. Deshalb haben sie sich 2002 bei einem Volksentscheid gegen die Einführung des Euro entschieden. Das ist besonders spannend für Touristen, denn Dänemark ist eines der wenigen Länder in Europa, in denen man noch umrechnen muss und sich mit einer anderen Währung vertraut machen sollte. Daneben gibt es in Dänemark noch einen weiteren Trend, nämlich das bargeldlose Bezahlen. Man kann beinahe überall auf Scheine und Münzen verzichten. Als Urlauber empfiehlt es sich aber trotzdem, Dänische Kronen im Portemonnaie zu haben. Alles, was du zum Bezahlen im Dänemark-Urlaub wissen musst, wo du Geld umtauschen oder auch abheben kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Unsere Erfahrung: alles kein Problem

Zunächst möchte ich dir von unseren Erfahrungen berichten. Wenn wir in den Urlaub fahren, dann nehmen wir grundsätzlich Bargeld, also Euro mit. Das liegt aber vor allem daran, dass wir unsere Urlaubskasse mit Geldgeschenken von Geburtstagen und Weihnachten füttern. In Dänemark tauschen wir das Geld dann um. Das funktioniert in den typischen Feriengebieten problemlos. Sollte die Urlaubskasse vorzeitig aufgebraucht sein, dann heben wir Geld am Automaten ab. Meine Bank ermöglicht das komplett gebührenfrei, sodass wir uns da keine Sorgen vor zu hohen Gebühren machen müssen.

Außerdem habe ich über mein Smartphone die Möglichkeit, kontakt- und bargeldlos zu bezahlen. Kleinere Beträge zahle ich im Urlaub also auch gern mal mit dem Handy. Damit sind wir bis jetzt immer sehr gut gefahren und hatten bislang noch nie Probleme. Es empfiehlt sich jedoch immer ein paar Kronen in bar dabei zu haben, falls die EC- oder Kreditkarte versagt. Manchmal gibt es auch Kassen des Vertrauens, bei denen du kleinere Beträge einwerfen musst. Das haben wir beispielsweise schon am Leuchtturm Lodbjerg Fyr erlebt, der ziemlich abgeschieden steht.

Womit wird in Dänemark bezahlt?

In Dänemark wird mit Dänischen Kronen (DKK/Dkr) bezahlt. Eine Krone entspricht 100 Øre. Es gibt fünf verschiedene Scheine zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen. Die Scheine zeigen auf der Vorderseite bedeutende Brücken aus dem Land, auf der Rückseite sind prähistorische Funde abgebildet. Münzen gibt es in der Stückelung 50 Øre, 1, 2, 5, 10 und 20 Kronen. Warum einige Münzen ein Loch haben und was die Symbole auf den Münzen bedeuten, erfährst du hier.

Um beim Einkaufen schnell umrechnen zu können, teile ich in der Regel großzügig durch sieben, auch wenn man für einen Euro mehr als sieben Kronen bekommt. Die folgende Tabelle gibt dir ein grobes Gefühl für die Umrechnung:

DKK in EuroEuro in DKK
1 DKK0,13 Euro1 Euro7,46 DKK
10 DKK1,34 Euro5 Euro37,28 DKK
50 DKK6,71 Euro10 Euro74,51 DKK
100 DKK13,42 Euro50 Euro372,56 DKK
200 DKK26,38 Euro100 Euro745,12 DKK
500 DKK67,09 Euro500 Euro3.725,60 DKK
1.000 DKK134,17 Euro1.000 Euro7.456,63 DKK
Stand: Juli 2020

Geld umtauschen oder mit Euro bezahlen

In den Urlaubsregionen Dänemarks, kannst du schnell und einfach Geld umtauschen. Kronen bekommst du meist schon in der Ferienhausvermietung, du kannst aber auch in Touristeninformationen, vielen Supermärkten oder Geschäften Geld wechseln. Für 100 Euro bekommst du meist rund 730 Kronen – das ist auch ein fairer Kurs. Wenn du nicht direkt umtauschen möchtest, kannst du in den meisten Supermärkten auch einfach mit Euro bezahlen – als Wechselgeld bekommst du dann Kronen. Achte aber auch hier auf den Wechselkurs – diesen legt das jeweilige Geschäft für sich selbst fest.

Du siehst – es ist meist überflüssig, sich bereits in Deutschland mit Kronen zu versorgen. Damit sparst du auch Geld, denn die Umtauschgebühren in Deutschland sind in der Regel höher und der Kurs schlechter, als wenn du direkt vor Ort wechselst. Außerdem sollte es recht schwierig sein schon vor dem Urlaub abzuschätzen, wie viel Geld ihr ausgeben wollt.

Planst du eine Städtereise nach Kopenhagen oder Aarhus, ist der Geldwechsel natürlich nicht mehr so einfach. Du kannst natürlich auch bei dänischen Banken Geld umtauschen. Hier werden allerdings häufig Gebühren fällig. Bei Städtetrips empfiehlt es sich deshalb, dich am Geldautomaten mit Kronen zu versorgen.

Geld am Automaten abheben

Wenn du auf der Suche nach einem Geldautomaten bist, halte einfach nach dem Wort “Kontanten” Ausschau. Hier kannst du mit deiner EC-, Maestro oder VPay-Karte je nach Bank zwischen 2.000 und 4.000 Kronen am Tag abheben, allerdings wird dafür in der Regel eine Transaktionsgebühr fällig. Diese beträgt zwischen 5 und 10 Euro – je Abhebung. Deshalb ist es besser, lieber seltener und dafür gleich mehr Geld abzuheben, als häufig kleine Beträge.

Du kannst aber auch mit deiner Kreditkarte Geld abheben: hier sind die Konditionen meist günstiger. Aber auch hier verlangt die heimische Bank eine Transaktionsgebühr. Die beträgt meist zwischen 1,5 und 4 Prozent des abgehobenen Betrags. Die Konditionen erfährst du auf Nachfrage bei deiner Bank.

Gelegentlich wirst du am Geldautomat oder bei der Kartenzahlung gefragt, ob die Transaktion in Euro oder in Dänischen Kronen abgerechnet werden soll. Vorsicht! Hier solltest du immer die Landeswährung DKK wählen. Andernfalls darf das abrechnende Kreditinstitut nämlich den Kurs zwischen Euro und Kronen selbst festlegen. Das geschieht dann natürlich nicht zu deinen Gunsten.

Mit Karte oder Bargeldlos bezahlen

Kartenlesegeräte sind in Dänemark Standard

Bezahlen die Dänen im Supermarkt, dann geht das meist ganz fix. Entweder holen sie dann ihre Dankort heraus oder sie halten ihr Smartphone an das EC-Lesegerät. Nur einen Piepston später sind die Einkäufe auch schon bezahlt. Bargeldloses Bezahlen funktioniert aber nicht nur im Supermarkt, sondern beinahe überall: im Museum, am Pølsevogn, beim Bäcker, im Hotel oder Restaurant. Selbst kleinste Beträge bezahlen die Dänen mit der Karte. Anderswo musst du häufig mit der Karte bezahlen, nämlich an der Tankstelle. Viele haben keine Shops mehr, sondern nur noch einen Terminal. Wie das im Detail funktioniert, erfährst du hier.

Wenn du selbst bargeldlos bezahlen möchtest, solltest du wissen, dass auch hier je Bezahlvorgang Transaktionsgebühren fällig werden können. Welche Karten in einem Geschäft oder Restaurant akzeptiert werden, siehst du an der Eingangstür beziehungsweise an der Kasse. Sollte deine Bank für das bargeldlose Bezahlen Gebühren erheben, lohnt es sich eher, klassisch mit Scheinen und Münzen zu bezahlen. Das gilt übrigens auch für Apple Pay und Google Pay. Hast du auf deinem Handy eine Kreditkarte hinterlegt, gelten die Bedingungen deiner Hausbank für bargeldlose Transaktionen im Ausland. Sicher gehst du, wenn du Google Pay mit Paypal verbindest. Für Apple-Geräte ist das aber nicht möglich.

Übrigens bieten einige Anbieter Reisekreditkarten an, die kostenfreie Kartenzahlungen und Geldabhebungen weltweit ermöglichen. Hier solltest du dich schon vor deinem Urlaub über entsprechende Angebote informieren.