Dänemarks Strände: Die wichtigsten Regeln fürs Baden im Meer

Ein Tag am dänischen Strand soll vor allem eines: Spaß machen. Damit dir beim Baden in der Nordsee oder Ostsee nichts passiert, hat die dänische Initiative „Respekt for vand“ (Respekt vor Wasser) fünf Baderegeln aufgestellt. Du findest sie oft sogar an den Strandaufgängen – und zwar als Aufkleber an den Mülleimern. Aber hier habe ich sie dir noch einmal aufgeschrieben:

  • 1. Lern Schwimmen
    Wer schwimmen kann, kann sich und andere vor dem Ertrinken retten. Bist du Nichtschwimmer, solltest du nur bei ruhigen Wasserbedingungen und an Stellen ins Wasser gehen, an denen du stehen kannst.
  • 2. Gehe nicht allein ins Wasser
    Zu Zweit oder in einer Gruppe kann man sich gegenseitig im Auge behalten und schnell reagieren, wenn etwas schief geht. Vermeide gefährliche Spiele im Wasser und rufe niemals aus Spaß um Hilfe.
  • 3. Beachte die Wind- und Wasserverhältnisse
    Vertraue deinem gesunden Menschenverstand. Überprüfe vor dem Baden die Wassertiefe, die Wellen und den Wind. Ist der Wind ablandig, wird das Oberflächenwasser schnell kalt und Badetiere oder Luftmatratzen treiben schnell auf das offene Meer hinaus. Achte auch auf die Wasserbewegungen an der Wasseroberfläche oder auf die Flussrichtung des Schaumes – das sind Hinweise auf Strömungen. Bei auflandigem Wind können so genannte revlehuller entstehen – Rifflöcher. Das sind starke Rückströmungen, die auf das offene Meer hinausführen. Versuche nicht dagegen anzuschwimmen, sondern schwimme ein paar Meter parallel zum Strand aus der Strömung heraus und dann zurück zum Land.
  • 4. Lerne den Strand kennen
    Niemand kann mit bloßem Auge sehen, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Deshalb ist es ratsam, Einheimische oder Rettungsschwimmer nach den Bedingungen im Wasser zu fragen. Gibt es Sandbänke oder wird das Wasser sehr schnell sehr tief? Gibt es Strömungen oder liegen Teile alter Bunker bereits unter Wasser? Achte dabei auch auf die Schilder und Flaggen am Strand. Ein gelbes Kreuz bedeutet übrigens, dass das Baden hier grundsätzlich sehr gefährlich ist.
  • 5. Lass deine Kinder nicht aus den Augen
    Wenn deine Kinder baden gehen und im Wasser sind, solltest du sie immer sehen und hören können um notfalls eingreifen zu können. Das gilt auch für ältere Kinder, die vielleicht in einem Schwimmbecken gut zurecht kommen. Strömungen und Wellen können auch für erfahrene Schwimmer zum Problem werden. Achte deshalb immer auf deine Kinder und lass dich nicht ablenken.

Was ist bei einem Badeunfall zu tun?

Gerät jemand in Not oder treibt bewusstlos im Wasser, solltest du in jedem Fall erst einmal den Notruf verständigen. Im Falle eines Badeunfalls ist folgendes zu tun:

  • Rufe die 112 oder melde den Vorfall bei den Rettungsschwimmern, falls es an deinem Strand welche gibt.
  • Gib die Nummer des Strandaufgangs durch, an dem du dich befindest. Sie ist auf einem grünen Schild abgebildet und besteht aus einem Buchstaben und drei Zahlen.
  • Die Rettungskräfte können von Land, zu Wasser oder aus der Luft helfen.
  • Nutze den Rettungsring, um in Not geratenen zu helfen. Du solltest dich dabei aber keinesfalls selbst in Gefahr bringen.
  • Versuche Wiederbelebungsmaßnahmen, falls die gerettete Person ohne Bewusstsein ist und warte auf die Rettungskräfte.

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