7 Tipps für deinen nächsten Dänemark-Urlaub

Einer der glücklichsten Momente des Jahres ist, wenn du das Ferienhaus aufgeschlossen und das Gepäck verstaut hast und du dich zum ersten Strandspaziergang des Urlaubs aufmachst. Du spürst den Sand unter den Füßen, Möwen fliegen über dich hinweg, fast hast du die Spitze der Düne erreicht – und dann siehst du das Meer. Spätestens jetzt fühlst du, dass du angekommen bist. Dänemark ist Freiheit, Natur und Entspannung. Davon gibt es hier reichlich.

Von nun an geht es bei gutem und auch schlechtem Wetter (beinahe) jeden Tag an den Strand und man lässt die Seele baumeln. Das gehört grundsätzlich zum Dänemark-Urlaub dazu. Doch es gibt noch ein paar andere Dinge, die man unbedingt im Dänemark-Urlaub machen oder zumindest ausprobieren sollte.

1. Einfach mal nichts tun

Wer nach Dänemark fährt, sucht meist Ruhe und Entspannung. Die kommt nach ein paar Tagen meist ganz von allein. Denn ein Urlaub in Jütland oder auf einer der vielen Inseln ist die pure Entschleunigung. Doch nur allzu schnell kann das schlechte Gewissen anklopfen. Man ist doch nicht hunderte Kilometer gefahren, um erst um 9 Uhr aufzustehen, dann erstmal ausgiebig zu frühstücken und den Rest des Tages am Strand oder Fjord herum zu lümmeln. Ehm… doch! Ist man.

Steine bemalen – eine schöne Beschäftigung für faule Tage

Genau dafür bist du da. Um den Alltag zurück zu lassen und dich so richtig zu entspannen. Du solltest selbst die dänische Gemütlichkeit leben und dich nicht unter Druck setzen. Selbst wenn du diesen einen geplanten Ausflug doch nicht schaffst, dann gibt es ja einen nächsten Urlaub in Dänemark. Dieser Tipp gilt vielleicht nicht für den Leuchtturm Rudbjerg Knude. 😉

Einer unserer schönsten Tage im letzten Dänemarkurlaub war übrigens der, als wir uns dazu entschlossen hatten, einen Tag lang nichts (bestimmtes) zu tun. Wir waren am Strand, fanden zufällig Bernstein, sammelten Steine und bemalten diese den ganzen Nachmittag auf der Terrasse (Stifte zum bemalen der Steine gibts in vielen Geschäften vor Ort). Sååååååå hyggeligt!

2. Vor Sonnenaufgang aufstehen

Ich gebe es ja zu, dass dieser Tipp dem ersten vielleicht widerspricht. Trotzdem kann es sich wirklich lohnen, einfach mal vor Sonnenaufgang aufzustehen und die vertrauten Landschaften in der Morgensonne zu sehen. Das ist nicht nur für Fotografen interessant, sondern hat wie die Sonnenuntergänge seine eigene Magie. Zu denen pilgern wir Dänemark-Liebhaber ja auch, wann immer es einen Sonnenuntergang zu sehen gibt.

Suche dir also einen schönen Ort aus und mach dich mit einer Kanne Kaffee, Keksen und dem Fotoapparat auf den Weg. Du könntest dich auf die Dünen setzen oder dir einen schönen Platz am Fjord suchen und während die Sonne in der Nordsee untergeht, erhebt sie sich jeden Morgen über der Ostsee. Es gibt so viel zu sehen und zu genießen.

Gerade um die Sommersonnenwende am 21. Juni musst du dafür aber sehr zeitig aufstehen. Dann geht die Sonne noch vor 5 Uhr morgens auf.

3. Probiere etwas Neues aus und entdecke Land, Leute und Natur

Kurzer Zwischenstopp an einem menschenleeren Strand

Bist du schon oft in Dänemark gewesen und hast sozusagen schon dein festes Ferienprogramm? Du weißt, in welche Restaurants und Geschäfte du gehen willst, hast deine Lieblingsplätze? Dann fahre doch mal an einen Ort, den du noch gar nicht kennst. Entdecke einen Nationalpark, probiere etwas typisch Dänisches, beispielsweise Stjerneskud. Das ist ein Brot mit Scholle und Krabben. Oder warst du schon einmal in einem Wikinger-Museum? Sei einfach neugierig auf das Lieblingsland.

Die Runensteine von Jelling – hier wurde Dänemark das erste Mal um 935 erwähnt

Es ist beispielsweise unglaublich aufregend, dein Essen im Restaurant das erste Mal auf dänisch zu bestellen. Wenn du unterwegs bist und einen schönen Ort entdeckst, dann halte einfach an und steig aus dem Auto aus. Obwohl wir schon so lange in Dänemark Urlaub machen, finden wir immer wieder etwas Unbekanntes. Selbst für alte Hasen lohnt sich ein guter Reiseführer, denn es gibt immer etwas, was man noch nicht wusste. Tipp: kaufe lieber ein ausführlicheres Buch, als ein dünnes Heft. Es kostet zwar etwas mehr, man hat aber definitiv mehr Freude damit.

Ideen für Unternehmungen findest du übrigens auch hier im Blog.

4. Mach es dir hyggelig, zünde Kerzen oder den Kamin an

Wenn man vom abendlichen Strandspaziergang nach Hause ins Ferienhaus kommt, dann gibt es nichts Schöneres als ein leckeres Essen und einen gemütlichen Abend. Auch wenn das Ferienhaus nur ein Heim auf Zeit ist, solltest du es dir so richtig schön machen. Das einfachste Mittel sind Kerzen. Und weil Teelichthalter zur Grundausstattung gehören, solltest du sie auch nutzen.

Ich kann mich übrigens daran erinnern, dass meine Eltern die Teelichter abends immer in die großen Fenster der Ferienhäuser gestellt haben. Als Kind mochte ich die kleinen Lichter, die der einbrechenden Dunkelheit trotzten. Drinnen saßen wir gemütlich beisammen, haben Vanilleeis und Erdbeeren gegessen.

Besonders gemütlich wird es, wenn du auch noch den Kamin anmachen kannst. Gerade wenn draußen ein Herbststurm tobt oder es einfach ein regnerischer Tag ist, wird das Ferienhaus zum kleinen, gemütlichen Rückzugsort. Fühl dich wie zu Hause!

5. Lass den Fernseher aus

Super Yatzy – im Urlaub ist Zeit, mal wieder zu spielen

Wenn nun die Kerzen das Ferienhaus in ein warmes Licht tauchen und der Kamin prasselt, dann solltest du den Fernseher einfach mal ausgeschaltet lassen. Hier hat man Zeit, etwas für sich zu tun. Nimm dir beispielsweise ein Buch mit, welches du schon lange einmal lesen wolltest. In der Stille der dänischen Natur lassen sich übrigens auch wunderschöne Gespräche mit dem Partner oder der Partnerin führen. Ist es ein Familienurlaub, dann könnt ihr die Zeit füreinander nutzen und Brettspiele spielen, puzzlen oder am Strand große Sandburgen bauen. Häufig gibt es übrigens ein paar Spiele in den Schränken der Ferienhäuser. Schau doch einfach einmal nach.

Kurzum: die Zeit in Dänemark ist so besonders kostbar, weil man weit weg von allem ist. Die heimischen Sorgen werden plötzlich ganz klein, die Auszeit vom Alltag gibt uns Raum für die Familie und man sollte diese besonderen Tage im Jahr so gut wie möglich nutzen. Moderne Menschen sind auf der Suche nach Achtsamkeit, wir finden sie im Dänemark-Urlaub. Ein Fernseher würde da nur stören.

6. Fahre mit dem Schiff

Bist du eine Landratte oder ein Seebär? Egal! Dänemark ist vom Meer umschlossen. Die See prägt die Landschaften seit Jahrtausenden, die Menschen leben seit vielen Generationen vom Fischfang, die frische Meeresluft ist einfach überall. Die See gehört einfach dazu. Die meisten von uns fahren sowieso nach Dänemark, um am Wasser zu sein.

Wie wäre es dann, wenn du Dänemark mal vom Wasser aus erlebst? Stich mit den Fischern in See oder mach einen kleinen Segeltörn – Angebote dafür gibt es in vielen Häfen der Touristengebiete. Wie schön der Strand und die Dünen vom Wasser aussehen, solltest du wirklich erlebt haben! Außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten, wie man die Wasserwelt in Dänemark erleben kann. Begib dich doch mal auf Robbensafari. Diese Touren werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten, beispielsweise in Thyborøn.

7. Kaufe Fisch direkt vom Kutter

Ein paar Kartoffeln, etwas Dillsoße und ein frisch gebratenes Schollenfilet. Da läuft einem doch gleich das Wasser im Mund zusammen. Frischer Fisch gehört im Dänemark-Urlaub selbstverständlich dazu. Meistens kauft man diesen in der Røgeri. Doch nicht nur dort gibt es Fisch zu kaufen.

So richtig fangfrisch gibt es Makrele, Scholle und Co. direkt vom Kutter. Wenn die Fischer zurück in den Hafen kommen, verkaufen sie ihren Fang gelegentlich direkt vom Schiff aus. Meist sieht man schon ein paar Dänen, die von der Hafenkante aus einen kleinen Schnack mit den Seeleuten halten. Die nehmen die Fische nebenbei aus und übergeben sie dann an Land.

Hast du auch einen Tipp für den Dänemark-Urlaub? Was muss man gemacht haben? Schreibe es in die Kommentare. Ich freue mich auf eure Anregungen.

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