Teure Urlaubspost: warum das Porto in Dänemark so hoch ist

Dänemark und die staatliche Post – das ist eine Geschichte, die nicht mehr so richtig zusammenpassen mag. Schließlich hält seit vielen Jahren die Digitalisierung Einzug in das Leben der knapp sechs Millionen Däninnen und Dänen. Das bedeutet auch, dass sie kaum noch Briefe auf Papier bekommen. Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Schreiben vom Amt oder zur Einschulung – all das geht direkt in den digitalen Briefkasten der Dänen. Die Briefträgerinnen und Briefträger haben deshalb immer weniger zu tun. Selbst Pakete müssen sich die Kunden immer häufiger selbst an zentralen Punkten abholen – natürlich digital. Bei uns kennt man das von den Packstationen der Deutschen Post.

Touristen erfahren spätestens von dem durchaus schwächelnden Geschäft mit den Briefen, wenn sie ihren Lieben zu Hause eine handgeschriebene Postkarte schicken wollen. Denn das kann schnell ein Loch in die Urlaubskasse reißen. Ab dem Jahr 2024 werden für den Versand von Postkarten ins Ausland nämlich 50 DKK fällig, das sind umgerechnet 6,70 Euro (je Karte). Da überlegt man doch gleich zweimal, wen man mit einer handgeschriebenen Karte aus dem Dänemarkurlaub adeln will (und kann).

Jedes Jahr ein bisschen teurer

In den vergangen Jahren ist das Porto immer teurer geworden. Ich habe eine Urlaubskarte gefunden, die ich von meinen Eltern im Jahr 2015 aus dem Dänemarkurlaub bekommen habe. Damals zahlten sie schon 14,50 DKK, knapp zwei Euro. Inzwischen hat sich der Preis für das Porto beinahe verdreifacht – ein Plus von 245 Prozent! Die letzte üppige Preissteigerung gab es zum Jahreswechsel 2023/2024. Und das hat offenbar etwas mit dem neuen dänischen Postgesetz zu tun.

Wie sich die dänischen Portopreise für Postkarten ins Ausland entwickelt haben, kannst du in der Tabelle nachlesen.

JahrPorto in DKKPorto in EuroSteigerung
(Vorjahr)
201514,50 DKK1,94 Euro
201616 DKK2,14 Euro10 %
201725 DKK3,35 Euro56 %
201827 DKK3,62 Euro8 %
201930 DKK4,02 Euro11 %
202030 DKK4,02 Euro0 %
202133 DKK4,44 Euro10 %
202236 DKK4,84 Euro9 %
202336 DKK4,84 Euro0 %
202450 DKK6,70 Euro38 %
Zum Vergleich: in Deutschland kostet eine Briefmarke ins Ausland bei der Deutschen Post nur 95 Cent, also rund 7 DKK.
Die dänische Königin Margrethe ist ein beliebtes Motiv für Briefmarken.

Die Dänische Post kämpft ums Überleben

Schon seit Jahren kämpft die dänische Post ums Überleben. Wegen der Digitalisierung werden immer weniger Briefe verschickt. Tatsächlich zwingen die dänische Regierung und ihre Behörden die Bevölkerung zu einem konsequent digitalen Schriftverkehr. Für die meisten Däninnen und Dänen ist das inzwischen absolut normal geworden. Ausnahmen gibt es kaum und wenn, haben die Betroffenen persönlich vorgesprochen und Gründe wie Seh- und Altersschwäche nachgewiesen. Doch damit geriet das Kerngeschäft der Post ins Wanken.

Um sich wirtschaftlich stärker aufzustellen, hat sich die Post Danmark A/S im Jahr 2009 mit der schwedischen Post zusammengetan. Die Unternehmen haben dazu eine gemeinsame Aktiengesellschaft mit dem Namen Postnord gegründet. Das stark gesunkene Aufkommen an Briefen hat für die einst so stolze dänische Post Folgen. Die Umsätze sind massiv zurückgegangen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Mitarbeiter entlassen, tausende Briefkästen abmontiert und die übrigen werden nur noch ein bis zwei Mal die Woche geleert (Tipp: Postkarten direkt zu einem Postamt bringen). Postnord verarbeitet nach eigenen Angaben gerade mal 600.000 Briefe am Tag. Deshalb kommt der Postbote in einigen Teilen des Landes auch gar nicht mehr täglich um Briefe und Karten zu bringen. Postkarten von Dänemark nach Deutschland brauchen – so schreibt es das Unternehmen auf seiner eigenen Internetseite – zwischen vier und sieben Werktagen, bis sie beim Empfänger angekommen sind.

Ein neues Postgesetz ändert die Lage

Ab 2024 werden in Dänemark neue Briefmarken ausgegeben. Bild: Postnord

Seit mehr als 400 Jahren gibt es die dänische Post – doch das Hauptgeschäft mit dem Versand von Briefen gehört möglicherweise schon bald der Vergangenheit an. Das dänische Parlament, das Folketing, hat nämlich im Jahr 2023 ein neues Postgesetz verabschiedet. Damit werden unter anderem Subventionen abgeschafft, die bisher für die landesweite Post-Infrastruktur gezahlt wurden. Damit geht auch die Entscheidung von Postnord einher, erneut 1.000 Briefkästen landesweit abzubauen und Tageszeitungen künftig nicht mehr zustellen.

Auf kurz oder lang will sich das Unternehmen komplett vom Briefgeschäft verabschieden. „Die Digitalisierung der Gesellschaft bedeutet, dass die Zustellung von Briefen an alle Dänen kein wirtschaftlich tragfähiges Geschäft mehr ist“, sagt Nikolaj Ahrenkiel, der Geschäftsführer von Postnord. Stattdessen wolle man sich auf das Paketgeschäft fokussieren, hieß es weiter.

Neu ist auch, dass der Versand inländischer Post ab sofort einer Mehrwertsteuer unterliegt. Damit werden ältere Briefmarken für den Versand innerhalb von Dänemark ab dem 01.01.2014 ungültig. Sie können gegen Gebühr bis Mitte 2024 gegen neue Briefmarken umgetauscht werden. Briefmarken für den internationalen Versand behalten ihre Gültigkeit. Meldungen, dass die Briefmarke in Dänemark ganz abgeschafft wird, sind falsch. Vorerst zumindest.

Die dänische Politik setzt darauf, dass der freie Markt in Zukunft das Postgeschäft regelt. Möglich also, dass neue Anbieter auf den Markt kommen und auch wieder verschwinden.

Alternativen für die Urlaubspost aus Dänemark

Welche Alternativen haben wir nun, wenn wir aus dem Dänemarkurlaub trotzdem Karten an unsere Liebsten schicken wollen?

  • Postkarten-App
    Ich habe mich für eine App entschieden, um Postkarten aus dem Urlaub zu versenden. Damit kann ich selbst gemachte Bilder versenden und gestalte so ganz persönliche Urlaubsgrüße. Außerdem bleibe ich der klassischen Postkarte treu, die nach Absenden in der App in Deutschland gedruckt und versendet wird. Ein Karte kostet so inklusive Porto etwa 3 Euro.
  • Urlaubsgrüße aus dem Messenger
    Für junge Leute selbstverständlich, für die älteren wenig romantisch ist es, die Urlaubsgrüße einfach per WhatsApp, Telegram und Co. zu verschicken. Praktisch: Hier lassen sich auch Videos aufnehmen und versenden.
  • Postkarten nach der Grenze einwerfen
    Auch das soll es geben: Manch einer gibt die in Dänemark gekauften und geschriebenen Karten in Deutschland auf. Direkt nach der Grenze. Das spart immerhin einiges an Kosten.

Wie hälst du es mit Urlaubspost? Schreib mir doch einen Kommentar, ob du noch klassische Karten verschickst oder ob eine Whatsapp ausreicht?

Chris

Wind in den Haaren, ein Softice in der Hand und die Gischt im Gesicht, glücklicher kann ich kaum sein. Deshalb blogge ich hier auch über meine Leidenschaft - über Dänemark. Kultur, dänische Gerichte, Urlaubstipps und viel mehr findest du auf diesem kleinen Stück Dänemark im Internet. Außerdem begrüße ich in meinen Podcasts regelmäßig Menschen und schnacke mit ihnen über das Königreich. Ich hoffe, dass dich klitly genauso glücklich macht, wie mich.

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35 Gedanken zu “Teure Urlaubspost: warum das Porto in Dänemark so hoch ist

  1. Ich wusste nichts von den hohen Preisen. Somit hab ich in einem Jahr Fotos drucken lassen und als Postkarte verschickt. Als der Postmensch sagte: 500 Kronen, hab ich gedacht, er will mich veräppeln. Seitdem benutze ich auch die Postkarten App.

    1. Es ist eindeutig die günstigere Alternative, Postkarten über eine App zu verschicken. Schön finde ich, dass es dann auch eine persönlichen Note hat. Und wir alle versuchen ja unser Lieblingsland in Bildern festzuhalten.

        1. Hej Ben, die Karten werden tatsächlich verschickt. Es handelt sich also nicht um virtuelle Grüße. Man sucht sich nur über eine App die Bilder aus und gestaltet die Karte am Handy selbst. Gedruckt und verschickt werden sie in Deutschland. 🙂 Beste Grüße

  2. Ich habe eine schöne Postkarte gekauft und wollte die Briefmarke dazu kaufen. Die freundliche Verkäuferin wies mich darauf hin, dass dies 4 Euro koste würde. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Sie machte mir den Vorschlag, die Karte zu kaufen und in Deutschland abzuschicken. So werde ich das machen.

    1. Hej Ingrid, das ist natürlich auch eine Idee, wie man das hohe Porto umgehen kann. So erreicht die Postkarte wahrscheinlich auch schneller ihr Ziel. Ich wünsche dir noch einen schönen Urlaub. 🙂

  3. Mit diesen hohen Preisen wird sich die Post kaum positiv entwickeln. Das hohe Porto zahlt man vielleicht einmal, weil man es nicht weiß. Sonst wird man keine Urlaubskarten mehr schicken. Da schießt man sich ein Eigentor. Auch in Schweden ist das Porto mit 2 EUR schon hoch. Ich wäre für eine EU-weite Vereinheitlichung der Tarife.

  4. Danke für diese ausführlichen Informationen zum Thema „Postkarte von Dänemark nach Deutschland verschicken“. Ich habe das gerade recherchiert, da ich als Dänemark-unkundige Person vor ein paar Tagen im Supermarkt auch dachte, ich höre nicht richtig, als ich eine 30 Kronen-Briefmarke für meine Postkarten kaufen musste. Ich habe es dann aber trotzdem gemacht, da ich einen großen Einkauf hatte und der Preis für die Briefmarken daher etwas unterging. Ich hatte einfach gedacht, ich hätte mich verhört. Später kam dann das böse Erwachen… Das ist ja eine interessante Entwicklung, wowon ich noch nie gehört habe. Das nächste Mal nehme ich auch die App! Danke für den Tipp!

    1. Hej Andrea, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ja wenn man erst einmal eine schöne Postkarte gefunden hat, dann schickt man sie meist auch ab. Meine Eltern haben ihre Karten beim letzten Mal einfach mit nach Deutschland genommen und hier in den Briefkasten geworfen. Das wäre auch eine Option, wenn man nichts gegen diesen kleinen Trick hat. Hav en fortsat god dag! 🙂

  5. Schöner Artikel! Jetzt weiß ich auch warum meine Zeitung, die ich mir nachsenden lasse, nicht kommt: Der Postbote kommt nur einmal die Woche.

  6. Toll, dass Du dieses Thema hier so ausführlich behandelt hast.
    Schade nur, dass wir es erst nach Kauf unserer Urlaubskarten und Briefmarken entdeckt haben.
    Also haben wir auch „in den sauren Apfel gebissen“ und mit umgerechnet 40 € Porto ordentlich tief in die Urlaubskasse gegriffen, um unseren Lieben Zuhause schöne Grüße zu senden. Eine Erfahrung reicher… 🙂

  7. Alles hat seine Auswirkungen, so auch die Digitalisierung. Meine Alternative ist, Postkarten kaufen, wenn man noch schöne erhält (denn das ist auch schwieriger geworden) und in Deutschland versenden. Oder selbst Fotos machen, Postkarten machen und von Deutschland versenden. Digital Postkarten von einem bestimmten Shop, der dann sein Logo drauf macht und somit Werbung verschickt, lehne ich ab.

    1. Hej Heike, ja Gott sei Dank gibt es viele Alternativen zur klassischen Postkarte. Wir versenden unsere Karten immer über eine App, da ist kein Logo drauf. Nur auf der Rückseite – glaube ich, steht klein, von welchem Anbieter es ist. Aber das stört mich jetzt nicht so sehr. Am schönsten ist doch aber, wenn sich Familie und Freunde über einen Urlaubsgruß freuen. Kærlig hilsen 🙂

  8. Hallo, habe mich erst nach dem teuren Kauf informiert ☹️
    Ab jetzt nur noch digitale Karten!!! Unpersönlich sind die bestimmt nicht. Der Absender gestaltet sie doch selbst.
    Danke für die Aufklärungen.

  9. Für den Philatelisten wird es leider immer schwieriger, Briefe und Karten mit attraktiven Postwertzeichen aus Dänemark zu erhalten. Außerdem lässt die Qualität bezüglich der Stempelung immer mehr nach. Die Vorderseiten der Karten sind oft wegen der maschinellen Bearbeitung zerstört. Ich persönlich bin seit vielen Jahren engagiertes Mitglied der Organisation „Postcrossing“ und habe bisher über 11000 Postkarten in alle Welt verschickt und ebenso viele erhalten. Unter den kundenfeindlichen Bedingungen, die man in Dänemark leider vorfindet, könnte ich mir dieses wunderbare Hobby nicht leisten. Ich meine, dass Einrichtungen wie Personenverkehr mit Bus und Bahn, TV, Radio, Zeischriften, PC und Postverkehr zur Grundversorgung gehören und finanziell erschwinglich sein sollten.

    1. Hej Olaf, ich kenne Postcrossing. Eine Bekannte von mir verschickt regelmäßig Karten und Briefe in alle Welt. Ein spannendes Hobby. Dass das in Dänemark oder aus Dänemark heraus wegen des hohen Portos nicht so einfach ist, kann ich verstehen. Das ist wirklich schade und ärgert dich sicher genauso, wie die hohe Rechnung, wenn unwissende Urlauber ein paar Briefmarken kaufen wollen. Wie im Artikel zu lesen ist auch erst einmal keine Besserung in Sicht, weil Dänemark weiterhin komplett auf digitalen Schriftverkehr setzt. Sollte sich etwas ergeben, werde ich natürlich darüber schreiben. 🙂 Gruß, Chris

  10. Danke für diesen interessanten Artikel! Habe eben auch eine teure Postkarte an meinen Vater versandt. Einmal wieder analog und persönlich, das war der Gedanke. Nächstes Mal aber wieder mit der App. Aber nicht ärgern – so hat man auch eine lustige Geschichte zu erzählen ; )

  11. Wir leben in Kopenhagen, seit 4 1/2 Jahren. Vier Euro für eine Postkarte- der Hintergrund für das Abwürgen durch die Regierung ist angeblich Ökologisch. Ich habe nach einem Ausweg gesucht. Eine Möglichkeit wäre, jeden Brief per Fahrrad bis an die deutsch-dänische Grenze zu bringen. Zu anstrengend. Also Brieftaube. Dazu müßte ich eine naturdeutsche Brieftaube kaufen, die auf meinen Zielort bezogen ist. Man kann Brieftauben nicht einfach umprogrammieren. Also Zielort München, Kaulbachstraße. 1 Brieftaube kostet 18,50€. Inklusive Mehrwertsteuer. Dazu kommen folgende Nebenkosten: 1 Käfig in Kopenhagen(Store Kongensgade 25) 21,25€, Jahresvorrat Taubenfutter (garantiert vegan) 35,50€, Tier-Krankenkasse Jahresbeitrag 12,68€. Alles zusammen 87,93€. Ich schreibe gerne, meistens unsinnig lange Briefe. So etwa 12 Briefe pro Jahr. Und hier wird es tückisch. Ist die doofe Taube einmal Richtung München losgeflogen, ist sie für den Rest des Jahres nicht mehr verwendbar. Diese dämlichen Viecher finden nämlich nämlich nicht den Weg zu mir zurück. Also muss ich mir in Kopenhagen 12 Tauben halten. Abgesehen davon, dass die Angelegenheit allmählich ins Geld geht, 879,30€, wird mir und noch viel mehr meiner Frau (Bettina, bitte nimm die Scheidung zurück) zuviel. Das dauernde Gegurre, der Vogelschiß und die endlosen Kinderbesucher (irgend jermand in der Nachbarschaft hat mich verpetzt, dieser dämliche Deutsche hält sich zehn Tauben in seiner 2-Zimmerwohnung). Die klingeln nämlich zu den unsinnigsten Uhrzeiten, schleppen altes Brot an (Brösel auf dem Teppich!), füttern und fangen aus lauter Tierbegeisterung irgendwann an selber zu gurren. D a s ist zuviel. Also lieber die verdammten 30 Kronen, 4 Euro zahlen, zähneknirschend.

    1. Hej Andreas, vielen Dank für deine Gedankenspiele. 😀 Entschuldige, dass ich mich erst jetzt nach den Feiertagen bei dir melde. Man kann wirklich überlegen, wie man das teure Porto umgehen kann. 😉 Schade, dass das mit den Brieftauben nichts wird. Aber immerhin müssen wir es jetzt gar nicht erst ausprobieren. Ein herrlicher Kommentar. Tusind tak og bedste hilsner, Chris

  12. Hallo Chris,
    wegen des nassen, unbeständigen Wetters an der Westküste haben wir in diesem Jahr den Dänemark-Camping-Urlaub früher beendet als geplant. Mit dem Effekt, dass wir unsere teuer erstandenen Briefmarken mit nach Hause genommen haben…
    Nachdem ich dann eben deinen Blog zum Thema fand, ist mir auch noch etwas anderes in die Hände gefallen, nämlich drei ebenfalls unverschickte Briefmarken aus dem Jahr 1996, Kopenhagen war damals „Kulturstadt“, das spätere Kulturhauptstadt Europas. Bei Interesse schicke ich Dir die Fotos davon.
    Porto damals: DKK 3,75!!

  13. Ich nutze nur noch eine Postkarten-App aus dem Urlaub. Für 2,50 kann ich eine individuelle Ansichtskarte mit meinen Urlaubsfotos erstellen. Die Empfänger freuen sich riesig, wenn sie so eine altmodische Ansichtskarte erhalten. Und es ist so einfach, die eigene Karte am Handy zu erstellen. Die fertige Karte geht dann digital nach Deutschland, dort wird sie gedruckt und mit richtiger Briefmarke zur Post gegeben. Eine tolle Geschichte.

  14. Hallo Chris,
    da ich plane, die Zeit über Weihnachten in Dänemark zu verbringen, habe ich auch die aktuellen Portokosten gegoogelt. Mir ist es trotz des ständige Preisanstiegs wichtig, zumindest einige Postkarten zu schreiben. Ich habe auch schon die hier angesprochenen Alternativen (Postkarten-App oder Absenden in Deutschland) genutzt.
    Jetzt habe ich einfach einmal geschaut, ob es möglich ist, die Briefmarken schon in Deutschland zu kaufen. Ohne besonders viel zu suchen, bin ich fündig geworden. Und das zu einem Preis auf dem Niveau von 2018 (wie gesagt -geschrieben-, aktuelle Marken von 2021 mit 33kr. Wert).
    Wenn man jetzt auf ältere Marken geht und die Werte kombiniert um auf (ca.) 33kr. zu kommen (man muss dann halt mehrere Marken kleben), kann man noch mehr einsparen. Nur weiß ich da nicht, ob die älteren Marken (max. 10 jahre alt) ihre Gültigkeit behalten haben.
    Aber egal wie, auch dieses Jahr werde ich wieder (einige) richtige Postkarten mit richtigen dänischen Briefmarken schreiben.

    Viele Grüße
    Frank

    1. Hej Frank, vielen Dank für deinen Kommentar. Da wünsche ich dir erst einmal eine schöne Weihnachtszeit in Dänemark. Wie meinst du das, dass du hier in Deutschland alte Briefmarken gekauft hast. Ich weiß gar nicht, ob die irgendwann ihre Gültigkeit verlieren. Du kannst uns ja berichten, ob es damit geklappt hat. 🙂 Beste Grüße, Chris

  15. Hej – vielen Dank fuer den Beitrag. Ich bin auch gerade in die Portofalle getappt, habe es im Ungarn(!)-Urlaub vor der Abreise nicht mehr geschafft, meine Postkartengruesse nach Deutschland noch vor der Abreise zu frankieren und in den Briefkasten zu werfen, und muss das jetzt also hier in Daenemark tun, wo ich seit Anfang des Jahres lebe. Zu erwaehnen ist noch, dass man – wenn man das Porto online kauft – nicht einmal mehr eine Briefmarke mehr bekommt, sondern lediglich einen zweidimensionalen Code aus Ziffern und Buchstaben, den man dann selbst brav auf die Postkarte schreiben darf…. Die groesste Herausforderung aber ist es, im Stadtgebiet von Kopenhagen ueberhaupt noch einen Briefkasten zu finden. Da ich bis 18:00 Uhr arbeite, haben die Postfilialen leider schon geschlossen…. Ich werde mal sehen, ob und wann meine Karten ueberhaupt ihr Ziel erreichen… Mange tak og venlig hilsen, Norbert

  16. Moin, Moin in diese interessante Briefmarkenrunde, das sind wirklich Neuigkeiten, die mich sozusagen vom Hocker gehauen haben, ich hatte viele Jahre lang dän. Briefmarken, Danske frimaerker gesammelt, einschl. der Yul-Marken ab 1950, meine älteste dän.Briefmarke ( aus 1854 ). Die Dänische Post hatte wirklich sehr schöne Briefmarkenmotive, ich denke daz.B. an die Blumenmotive 1990 Stockrose DKR 3,25, Roed Skoville DKR 3,50, Stor Gogeurt DKR 3,75 und Fruesko DKR 4,75, dann ist das wohl alles dem Tode geweiht; wer kann und will das noch bezahlen!!
    HM ( ein Dänemarkfan, der begeistert in der dän. Südsee segelte )

  17. 31.03.2022
    Wir sind zur Zeit auf Rømø und ich wollte heute Postkarten schicken. Das das Porto teurer ist war mir klar, aber 5€ pro Briefmarke – da werde ich sie von Deutschland aus schicken. Von einer Postkarten App höre ich das erste Mal. Hast Du einen Tipp mit der Du gute Erfahrungen gemacht hast??

    1. Hej liebe Britta, ich hoffe ihr habt noch eine gute Zeit auf Rømø. 🙂 Ich benutze immer die App „MyPostcard“. Es gibt sicherlich auch andere Apps, die man dafür super benutzen kann. Bedste hilsner, Chris

  18. Heute bezahlter Preis für 4 Briefmarken für unsere Ansichtskarten: 4 x 36,- Kr, also ca. 20,- € – echt happig. Seit meinem 10. Lebensjahr sammle ich Ansichtskarten, die an mich und meine Familie gerichtet worden sind. Dass sind nun schon 60 Jahre, aber aus Dänemark wird wohl kaum noch eine Postkarte dazukommen.

  19. Hier in Dänemark geht ja alles – sogar sich scheiden lassen 😊 – digital. Ich finde das gut. Wir wussten von der Möglichkeit gar nicht und haben das ausprobiert. Haben eine Karte an uns verschickt. Dann freuen wir uns, dass wir zu Hause Post aus Dänemark bekommen haben 😁.

  20. Ab 1.1.2024 kostet das Porto 50 DKK, das sind dann schon fast 7 Euro – weltweit wohl der höchste Tarif überhaupt.
    Und nicht einmal die älteren – im Internet sehr günstig zu erstehenden – ungenutzten Briefmarken helfen hier.
    Davon bringt man nämlich nicht genug auf eine Postkarte, um auch noch einen kleinen Text und die Adresse auf die Karte schreiben zu können.
    Postkarten aus Dänemark geschickt, werden wohl in den 2020er Jahren zu einer absoluten Rarität – insofern ist dann so eine Karte schon wieder etwas Besonderes 🙂

  21. Es war mir in den letzten Jahren schon einfach zu teuer!! Ich habe dänische Postkarten erworben und sie in Deutschland verschickt. Dann wurde es immer schwieriger schöne Postkarten zu kaufen – man musste regelrecht suchen. Da bekam ich die ersten Postkarten, die per App verschickt worden waren. Seitdem verschicke ich per App, super bequem vom Ferienhaus und Wohnmobil aus. Vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag!!!!!

  22. Ich musste auch schlucken, als ich bei der dänischen Post für meine handgeschriebenen Postkarten an die üblichen Verdächtigen umgerechnet irgendwas um die 50€ zahlen sollte. Der erste Reflex war, die Postkarten nicht zu verschicken und hinter der Grenze mit einer einer deutschen Briefmarke zu versehen und zu verschicken. Aber ist das genau das Gleiche? Irgendwie nicht. Wenn ich im Urlaub bin und mir Zeit gönne, um an Freunde und vor allem an Verwandte zu denken, dann lasse ich mich das auch (gerne) was kosten – zugegeben auch, weil es mir einfach leisten kann. Die ausländische (teils exotische) Briefmarke auf der Postkarte vermittelt ja auch den Daheimgebliebenen ein bisschen Fernweh und auch eine gewisse Wertschätzung. Ich könnte es nicht übers Herz bringen, meiner 97-jährigen Großmutter keine Postkarte zu senden, egal was sie kostet. Dafür ist die Freude (nicht nur bei meiner Großmutter) einfach zu groß und es macht mir selbst auch zu viel Spaß, Grüße um die Welt zu senden, die teilweiße Wochen und Monate (Italien) nach mir ankommt 😉

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